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Steuerberater Berlin HPTP GmbH
MAI 2012

Liebe Mandantinnen und Mandanten,

Italien ist – nach Deutschland selbst – unser liebstes Urlaubsland. Pizza und Pasta, Sonne und Meer, Siesta und Campari – die Italiener wissen eben, wie es sich genießen lässt. Selbstverständlich gehört zu "la dolce vita" auch die richtige Fortbewegung. Unsere italienischen "amici" klotzen auch da lieber statt zu kleckern und fröhnen mit Vorliebe dem schnittigen Fahrgefühl eines Ferrari oder Maserati. Allerdings sind auch die italienischen Steuerbehörden nicht auf’s Caprioverdeck gefallen. Denn die Beamten schauen seit neuestem Luigi und Alessandro ganz genau  in die Garage, um etwaige Steuersünder mittels ihrer Luxusschlitten zu enttarnen. Da bringt auch die Anmeldung der Edelkarosse  auf "la mamma" nichts – dieser Trick ist schnell durchschaut.

Deutsche Steuerfahnder hingegen schauen ihren Schäfchen weniger in die Garage, sondern stattdessen auf den Teller. Bewirtungskosten sind der Evergreen der Beanstandungen des Betriebsprüfers. Deswegen erklären wir in unserem heutigen Newsletter noch einmal, wie Sie Bewirtungsbelege korrekt ausfüllen, damit es keinen bitteren Nachgeschmack gibt.

Ein Haus an der italienischen Küste wäre schön – ein Haus in Deutschland ist auch nicht schlecht. Wenn Sie dieses sowohl beruflich als auch privat nutzen wollen, sollten Sie sich jetzt Maserati-mäßig sputen, denn die Frist zur Meldung dieser Absicht ans Finanzamt läuft nur noch bis 31. Mai.

In Italien bleibt der Nachwuchs in der Regel recht lange Dauergast im "Hotel Mama". Wenn auch ihrem Sprössling italienisches Blut durch die Adern fließt und er trotz des weiterführenden Studiums in einer anderen Stadt lieber pendelt statt selbst zu waschen, wird das von Vater Staat sogar noch unterstützt. Was genau das heißt, lesen Sie in unserem letzten Artikel.

Wir wünschen Ihnen einen italienischen Sommeranfang,

Ihr Team von H/P/T/P/

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Bewirtung ohne Nachgeschmack

Im Grunde ist es nichts Neues, aber immer wieder sorgen die Bewirtungskosten bei Betriebsprüfungen für saures Aufstoßen bei den Betroffenen. Denn den geflissentlichen Prüfern reicht es oft nicht aus, wenn auf Bewirtungsbelegen lediglich die bewirtete Person und ihre geschäftliche Tätigkeit angegeben wurden. Ausführungen wie „Frau Sommer, Rechtsanwältin“ oder „Herr Herrmann, Steuerberater“ sind dem Finanzamt zu ungenau.  Stattdessen muss exakt angegeben werden, warum und wieso es zum Stelldichein bei Kaffee und Kuchen kam.
Nicht zu beanstanden wären demnach z.B. die Angaben „Besprechung der Vertragsgestaltung für Verkäufe in die USA mit Rechtsanwältin Sommer“ oder „Beratung durch Steuerberater Herrmann zur geplanten Filialeröffnung in Berlin-Kreuzberg“. Daran dürfte auch der penibelste Finanzbeamte nichts herumzunörgeln haben.
Auch wenn das Ganze wie Krümelklauberei erscheint, sollte man sich die Genauigkeit angewöhnen – selbst wenn das Finanzamt die vagen Angaben bisher durchgehen lassen hat. Denn es droht nicht nur die Streichung der Betriebsausgaben, sondern auch die Nichtanerkennung des Vorsteuerabzugs aus den Bewirtungskosten. Zu dem Preis hätten es dann auch gleich Trüffel und Champagner sein können.

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Häuslebauer aufgepasst: 31. Mai ist Stichtag!

Als Bauherr haben Sie Einiges um die Ohren, aber den 31. Mai sollten Sie sich dennoch rot im Kalender markieren. Zumindest wenn Sie planen, das von Ihnen errichtete Gebäude nicht nur als trautes Heim, sondern auch für betriebliche Zwecke zu nutzen, z.B. als Büro oder Laden. Denn dann können Sie einen Teil der auf die Baukosten anfallenden Vorsteuer vom Fiskus zurückverlangen.
Voraussetzung hierfür ist, dass Sie Ihre Entscheidung über die betriebliche Nutzung rechtzeitig fällen, in der Buchhaltung dokumentieren und die Vorsteuererstattung beim Finanzamt beantragen. Dabei muss dieser Antrag rechtzeitig eingehen! Denn der Bundesfinanzhof hat kürzlich entschieden, dass der Vorsteuerabzug - auch bei längeren Bauphasen -  bereits in den Umsatzsteuervoranmeldungen, spätestens aber in der Umsatzsteuerjahreserklärung zu erfolgen hat. Diese muss bis spätestens 31. Mai des Folgejahres beim Finanzamt abgegeben werden. Versäumen Sie diese Frist, heißt es „Vorsteuer adé“.
Übrigens kennt das Finanzamt keine Gnade mit Zweiflern: Sind Sie während der Bauphase noch unentschlossen hinsichtlich der Nutzung des Gebäudes, dürfen Sie trotzdem keine Fristverlängerung für die Umsatzsteuerjahreserklärung in Anspruch nehmen. Stichtag bleibt der rote Eintrag in Ihrem Kalender.

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Studentisches Pendeln wird voll anerkannt

Fahrtkosten für die Wege zwischen Wohnung und Arbeitsplatz sind nur teilweise von der Steuer absetzbar. Die so oft debattierte Pendlerpauschale beschränkt sich auf 30 Cent pro km, die als Werbungskosten deklariert werden können. Bisher galt den Gerichten auch eine in Vollzeit besuchte Bildungseinrichtung, also z.B. die Universität, als Arbeitsstätte in diesem Sinne. Fahrtkosten im Rahmen einer Ausbildung waren daher nicht in voller Höhe, sondern nur beschränkt absetzbar.
Diese Auffassung hat der Bundesfinanzhof nun mit zwei Urteilen gekippt. Denn auch wenn die berufliche Aus- oder Fortbildung die volle Arbeitszeit in Anspruch nimmt und über einen längeren Zeitraum verfolgt wird, ist sie – trotz des Schimpfens über so manchen Langzeitstudenten – vorübergehend und nicht auf Dauer angelegt. Entsprechend entschieden die Richter, dass eine Studentin ihre Fahrtkosten zur Hochschule im Rahmen eines Zweitstudiums in voller Höhe als Werbungskosten geltend machen kann. Auch die Ausgaben eines Zeitsoldaten für die Fahrten zur Ausbildungsstätte, die durch eine vollzeitige Berufsförderungsmaßnahme angefallen waren, wurden vollständig berücksichtigt.

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