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Neue Anforderung an steuerfreie Gesundheitsförderung

Gesundheit hat in der heutigen Zeit einen hohen Stellenwert. Mehr als die Hälfte der Bevölkerung in Deutschland treibt mindestens einmal in der Woche Sport, über 80 Prozent sind zumindest gelegentlich sportlich aktiv. Für die meisten ist es vordergründiges Ziel der sportlichen Aktivität, gesund zu bleiben, aber auch einen Ausgleich zum stressigen Alltag zu schaffen. Auch Unternehmen freuen sich, wenn Mitarbeiter sich um ihre Gesundheit bemühen, sich Fehlzeiten reduzieren und die Leistungsfähigkeit steigern lassen. 

Dank steuerlicher Vorteile ist es für Unternehmer und Mitarbeiter deutlich leichter, hinsichtlich der Gesunderhaltung an einem Strang zu ziehen. Schon seit 2008 können Unternehmen pro Mitarbeiter und pro Jahr zusätzlich zum ohnehin geschuldeten Arbeitslohn 500 Euro lohnsteuerfrei für Maßnahmen der Gesundheitsförderung investieren. Steuerfrei angeboten werden können beispielsweise Kurse zur Stressbewältigung und Entspannung wie Autogenes Training, Seminare zur Suchtprävention wie Nichtraucherseminare, Rückentrainings für Mitarbeiter am Bildschirmarbeitsplatz oder auch ein Obstkorb in der Teeküche in Verbindung mit Motivationskampagnen zur gesunden Ernährung. Bisher waren die Möglichkeiten vielfältig. Inzwischen gibt es jedoch eine kleine Einschränkung: Steuerbefreit sind ab diesem Jahr nur noch Maßnahmen der betrieblichen Gesundheitsförderung, die zertifiziert sind. Für die Zertifizierung hat der Spitzenverband Bund der Krankenkassen ein Verfahren entwickelt, dass die Einhaltung von Qualitätskriterien für Leistungen zur Primärprävention und Gesundheitsförderung sicherstellen soll. Das ist gut für die Mitarbeiter, bedeutet aber unter Umständen etwas größeren bürokratischen Aufwand für die Unternehmen bei der Konzeption ihres betrieblichen Gesundheitsmanagements. Für Gesundheitsmaßnahmen, die vor dem 01.01.2019 begonnen haben und noch nicht zertifiziert sind, gilt übrigens eine Übergangsfrist: Bis zum 31.12.2019 kann die Zertifizierung nachgeholt oder zu einem zertifizierten Anbieter gewechselt werden, anderenfalls entfällt ab 01.01.2020 die Steuerbefreiung. Werden sie also rechtzeitig aktiv!

Unterstützung bei der Gesunderhaltung ist nur eine von vielen Möglichkeiten, seinen Mitarbeitern alternativ zur Gehaltserhöhung etwas Gutes zu tun. Weitere haben wir in unserem Flyer „Steuerfreie Zuwendungen für Mitarbeiter“ zusammengefasst. Sie finden den Flyer in gedruckter Form in unserer Kanzlei oder hier als PDF-Version. Natürlich stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung, sollten Sie weitere Fragen zu steuerlichen Aspekten von Mitarbeitergratifikationen oder zur Sozialversicherungspflicht bei Sachzuwendungen haben. Sprechen Sie uns einfach an.