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18.12.2020

Aussetzen der Insolvenzantragspflicht

Die Aussetzung der Insolvenzantragspflicht für Unternehmen, die nachweislich aufgrund der Corona-Pandemie in Schwierigkeiten geraten sind, wurde zunächst von der Bundesregierung bis zum 30. September 2020 ausgesetzt.

Für den Zeitraum vom 01.10.2020 bis zum 31.12.2020 wurde die Pflicht zur Stellung eines Insolvenzantrages wegen Überschuldung ausgesetzt. Die Aussetzung der Insolvenzantragspflicht gilt explizit bei Überschuldung und nicht aufgrund einer Zahlungsunfähigkeit.

Unter einer Zahlungsunfähigkeit versteht man, dass ein Unternehmen seine laufenden Verbindlichkeiten wie Arbeitslöhne, Mieten, Lieferantenforderungen u. ä. nicht mehr bedienen kann.

Eine Überschuldung bedeutet, dass bestehende Verbindlichkeiten das Vermögen übersteigen.

Nach unserem derzeitigen Informationsstand soll zumindest für den Januar 2021 eine weitere „Schonfrist“ entsprechend der bis zum 31.12.20 geltenden Regelung der Aussetzung der Insolvenzantragspflicht aufgrund Überschuldung gewährt werden.