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16.06.2021

Mindestens etwas mehr Lohn ab 1. Juli 2021

Wie bereits in unserem Newsletter im Dezember ausführlich erläutert, wird der gesetzliche Mindestlohn von derzeit EUR 9,50 brutto mit Wirkung ab dem 1. Juli 2021 bis zum 31. Dezember 2021 auf EUR 9,60 brutto je Zeitstunde angepasst. Ab 1. Januar 2022 beträgt der gesetzliche Mindestlohn EUR 9,82 pro Stunde und ab dem 1. Juli 2022 wird der Mindestlohn nochmals auf EUR 10,45 brutto pro Stunde erhöht.

Der gesetzliche Mindestlohn gilt für alle in Deutschland beschäftigten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mit Ausnahme von:

  • Jugendlichen unter 18 Jahre ohne abgeschlossene Berufsausbildung,
  • Auszubildenden in betrieblicher Ausbildung,
  • ehrenamtlich Tätigen und Personen, die einen freiwilligen Dienst ableisten,
  • Praktikantinnen und Praktikanten, soweit es sich um ein Pflichtpraktikum im Rahmen von Schule, Ausbildung oder Studium oder ein freiwilliges Praktikum mit einer Dauer von bis zu drei Monaten handelt, das vor oder während einer Berufs- oder Hochschulausbildung stattfindet,
  • Selbstständigen,
  • Teilnehmenden an einer Maßnahme der Arbeitsförderung,
  • Langzeitarbeitslosen in den ersten sechs Monaten nach Aufnahme einer Beschäftigung.

Arbeitgeber sind dazu verpflichtet, diese Anpassung für die Lohnabrechnungen entsprechend zu berücksichtigen. Aber Vorsicht: für einige Branchen wie beispielsweise das Bauhauptgewerbe oder das Maler- und Lackiererhandwerk gelten nicht nur andere Mindestlöhne, sondern auch andere Fristen der Anpassung. Sprechen Sie uns gerne an, wenn Sie unsicher sind, ab wann welche Anpassungen für Ihr Unternehmen nötig sind. Für unsere Mandanten berücksichtigen wir alle Anpassungen natürlich automatisch.