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22.02.2018

Nicht vergessen: Meldung zur KSK

Selbständige müssen grundsätzlich keine Sozialversicherungsbeiträge entrichten und sind für die Absicherung gegen berufliche und krankheitsbedingte Risiken sowie für die Alterssicherung selbst verantwortlich – zumeist verbunden mit hohen Kosten. Für selbständige Künstler und Publizisten hingegen gibt es seit 1983 die Möglichkeit, einen ähnlichen Schutz in der gesetzlichen Sozialversicherung zu genießen wie Arbeitnehmer: mit einer Versicherung über die Künstlersozialkasse (KSK).

Ähnlich wie nicht selbständige Arbeitnehmer tragen selbständige Künstler und Publizisten, die über die KSK versichert sind, nur 50 Prozent der Versicherungsbeiträge. Die übrigen 50 Prozent können allerdings nicht von einem Arbeitgeber übernommen werden. Sie setzen sich aus einem Zuschuss des Bundes (20 Prozent) und aus Sozialabgaben von Unternehmen (30 Prozent), die Kunst und Publizistik verwerten, zusammen.  

Was bedeutet das für Unternehmen, die Kunst und Publizistik verwerten?

Unternehmen, die im vergangenen Jahr selbständige Künstler oder Publizisten regelmäßig mit der Erbringung künstlerischer oder publizistischer Leistungen beauftragt haben, sind zu einer Sozialabgabe an die KSK verpflichtet. Ob Sie zum Beispiel einen Grafiker für die Gestaltung von Anzeigen, einen Werbetexter für das Schreiben von Produktinformationen oder einen Fotografen für das Erstellen von Mitarbeiterportraits beauftragt haben: Für die kreative Leistung des selbständigen Auftragnehmers in 2019 müssen 4,2 Prozent der Nettorechnung an die KSK abgeführt werden. 

Von der KSK-Abgabe ausgenommen sind:

  • kreative Leistungen, bei denen juristische Personen Vertragspartner sind (z. B. eine GmbH)
  • Aufträge, bei denen die Summe aller Entgelte im Jahr EUR 450 nicht übersteigen
  • Entgelte über die kreative Leistung hinaus (z. B. Reisekosten des Fotografen oder Druckkosten für extern gestaltete Broschüren)

Wichtig: die Meldung darüber, wie viele Entgelte Sie im letzten Jahr an selbständige Künstler und Publizisten gezahlt haben, muss bis zum 31. März erfolgen. Werden entsprechende Entgelte nicht gemeldet, können Bußgelder in Höhe von bis zu EUR 25.000 anfallen.

Weitere Informationen zur KSK und Vordrucke für die KSK-Anmeldung finden Sie hier. Sprechen Sie uns gerne an, wenn Sie weitere Fragen haben oder Hilfestellung bei der Anmeldung benötigen.