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16.06.2021

Registrierung zum neuen One-Stop-Shop Verfahren

In unserem letzten Newsletter haben wir Sie bereits über die neuen Regelungen im elektronischen Handel informiert. Danach sind ab dem 1. Juli 2021 Lieferungen an Privatpersonen und Nichtunternehmer in der EU im Ansässigkeitsstaat des Empfängers zu versteuern, wenn die Umsatzgrenze von EUR 10.000 überschritten wird. Diese Umsatzschwelle gilt für die Summe aller unter diese Regelung fallenden Umsätze (nicht mehr pro Land) und sofern diese im laufenden Jahr überschritten wird, ist der Umsatz rückwirkend in den Empfängerländern zu versteuern. Durch die Teilnahme am sogenannte One-Stop-Shop (OSS) Verfahren werden alle in anderen Mitgliedsstaaten zu versteuernden Umsätze beim Bundeszentralamt für Steuern (BZSt) angemeldet und die Umsatzsteuer dorthin abgeführt. Aufgrund der Rückwirkung empfehlen wir allen Unternehmen, die mehr oder weniger regelmäßig an Privatpersonen und Nichtunternehmer im EU-Ausland liefern, die Teilnahme am sogenannten One-Stop-Shop (OSS) Verfahren.

Was müssen Sie tun?

Um das OSS Verfahren nutzen zu können, müssen Sie zunächst online einen Antrag beim BZSt stellen: Online-Portal des BZSt. Sie benötigen hierzu ein aktuelles auf Sie ausgestelltes ELSTER-Zertifikat und eine Umsatzsteueridentifikationsnummer. Sofern Sie kein ELSTER-Zertifikat haben oder die Anmeldung nicht selber durchführen wollen, können wir das gerne für Sie übernehmen. 

Nutzen Sie bereits das sogenannte Mini-One-Stop-Shop-Verfahren, nehmen Sie automatisch an dem neuen OSS Verfahren teil.

Sofern Sie an dem OSS Verfahren teilnehmen, müssen Rechnungen für Lieferungen an Privatpersonen und Nichtunternehmer mit dem jeweiligen gültigen Steuersatz ausgestellt werden. Eine hilfreiche Übersicht über die EU-weit gültigen Steuersätze finden Sie hier. Im Rahmen der Finanzbuchhaltung werden wir diese ausländische Steuer entsprechend berücksichtigen und dann die quartalsweise Meldung übernehmen. Die ausländische Umsatzsteuer muss im Anschluss an die Übermittlung quartalsweise an das BZSt überwiesen werden, eine dem Finanzamt erteilte Einzugsermächtigung kann hier nicht genutzt werden.