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29.03.2017

Reine Formsache

Inhalt: 1, Form: 6. Was sich früher negativ auf die Schulnote ausgewirkt hat, kann bei Steuerangelegenheiten schwere (finanzielle) Folgen haben. Formvorschriften sind im Steuerrecht traditionell strikt – aber zunehmend unzeitgemäß. Gut, dass es inzwischen einige Lockerungen gibt.

So hat das Finanzgericht Köln entschieden, dass die Voraussetzungen für den Vorsteuerabzug auch dann gegeben sein können, wenn nur eine Kopie der Rechnung vorliegt. Unerheblich ist auch, ob die Kopie in Papierform vorliegt, das Original als elektronische Kopie vorliegt (Scan vom Original) oder die Kopie in elektronischer Form (Scan der Kopie) vorliegt.

Auch Zuwendungsbestätigungen dürfen laut Bundesministerium der Finanzen (BMF) ab sofort auch digital als schreibgeschütztes Dokument ausgestellt werden. Voraussetzung dafür ist, dass die gemeinnützige Organisation bei ihrem zuständigen Finanzamt angezeigt hat, dass sie das Verfahren zur maschinellen Erstellung der Zuwendungsbestätigung nutzen möchte. Um die Spende gegenüber dem Finanzamt nachzuweisen und  den Sonderausgabenabzug geltend zu machen, stehen also mehrere Wege zur Verfügung, z.B.:

  • Vorlage eines gedruckten Spendenbeleges im Original durch den Spender
  • Vorlage einer elektronischen Zuwendungsbestätigung (als Ausdruck oder durch elektronische Übermittlung) durch den Spender
  • elektronische Übermittlung der Bestätigung an das Finanzamt durch den Spendenempfänger (bei vorliegender Vollmacht des Spenders)