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11.11.2016

Schönheitsreparaturen auch anschaffungsnahe Herstellungskosten

Was genau gehört bei der Anschaffung einer Immobilie zu den „Instandsetzungs- und Modernisierungsmaßnahmen“ und wie kann man sie steuerlich geltend machen? Damit hat sich der Bundesfinanzhof (BFH) auseinandergesetzt und in drei Urteilen vom 14. Juni 2016 Fakten geschaffen. Demnach zählen auch Schönheitsreparaturen, die in zeitlicher Nähe zu der Anschaffung durchgeführt wurden, zu den Instandsetzungs- und Modernisierungsmaßnahmen und müssen in die anschaffungsnahen Herstellungskosten miteinbezogen werden. Dadurch fällt ein sofortiger Abzug als Werbungskosten weg.

Anschaffungsnahe Herstellungskosten sind laut dieser Rechtsprechung sämtliche Aufwendungen für bauliche Maßnahmen, die innerhalb von drei Jahren nach Anschaffung der Immobilie im Rahmen einer Sanierung anfallen. Wenn die Netto-Gesamtkosten in diesem Zeitraum mehr als 15 Prozent der Anschaffungskosten übersteigen, können sie nur über die Nutzungsdauer des Gebäudes verteilt steuerlich geltend gemacht werden (Afa - Absetzungen für Abnutzung).