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14.05.2020

Sie haben im letzten Jahr eine Immobilie oder ein anderes gemischt genutztes Wirtschaftsgut erworben?

Dann sollten Sie sich den Stichtag 31. Juli merken. Unternehmer, die Grundstücke besitzen, müssen zeitnah dokumentieren, ob ein Gegenstand oder Grundstück dem Unternehmensvermögen ganz, teilweise oder überhaupt nicht zugeordnet wird, denn darauf basiert die Höhe des Vorsteuerabzugs.

Die Zuordnungsentscheidung ist bereits bei Leistungsbezug zu treffen und muss dokumentiert werden. Das sollte grundsätzlich in der erstmöglichen Umsatzsteuer-Voranmeldung erfolgen, spätestens aber bis zum 31. Juli des Folgejahres. Das heißt: Wurde ein teils unternehmerisch, teils nichtunternehmerisch genutztes Grundstück in 2019 erworben oder hergestellt, so muss die Zuordnungsentscheidung bis zum 31. Juli 2020 getroffen werden.

Wichtig ist, dass die Zuordnungsentscheidung dem Finanzamt zwingend bis 31. Juli mitgeteilt werden muss, unabhängig von einer etwaigen Fristverlängerung für die Abgabe der Steuererklärung! Wird die Frist versäumt, entfällt der Vorsteuerabzug bei Aufwendungen für das Grundstück.

Wenn Sie Fragen zur Zuordnung Ihrer gemischt genutzten Gegenstände haben oder in 2019 ein Grundstück erworben haben, kommen Sie auf uns zu. Wir unterstützen Sie bei Ihrer Zuordnungsentscheidung, beraten Sie individuell und nehmen auf Wunsch die fristgerechte Meldung an das Finanzamt für Sie vor.