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Wenn Ihr Darlehen auszufallen droht: Jetzt aktiv werden!

Ob Sie privat einem Bekannten eine größere Summe Geld zur Anschubfinanzierung einer Geschäftsidee geliehen, sich mit einem partiarischen Darlehen an ein Unternehmen beteiligt oder als Gesellschafter in Form eines Gesellschafterdarlehens finanzielle Mittel in eine GmbH eingebracht haben: Auf die Zinserträge müssen Sie Einkommensteuer zahlen. Steuerlich erwarten Sie keine weiteren Komplikationen, solange die vereinbarten Rückzahlungen eingehalten werden und die Steuern ordnungsgemäß abgeführt werden.

Bleiben Rückzahlungen eines privaten Darlehens jedoch aus bzw. wird der Schuldner zahlungsunfähig, konnten die Kapitalgeber unter bestimmten Voraussetzungen den Vermögensverlust steuermindernd geltend machen. Zumindest hat der Bundesfinanzhof in den vergangenen Jahren in mehreren Fällen zum Vorteil der steuerpflichtigen Kapitalgeber entschieden und erkannte den Verlust bei den Einkünften aus Kapitalvermögen steuerlich an.

Der aktuell vorliegende Referentenentwurf zum Jahressteuergesetz 2019 sieht jedoch eine Änderung vor, die dazu führt, dass der Verlust von Forderungen oder der Verkauf von wertlosen Forderungen bzw. Wertpapieren ab dem Veranlagungszeitraum 2020 nicht mehr steuerlich anerkannt wird. Sofern der Regierungsentwurf Gesetzeskraft erlangt, besteht für wertlose oder wertgeminderte Darlehensforderungen, Anleihen, Anteile oder Schuldverschreibungen akuter Handlungsbedarf! Wir empfehlen, drohende Vermögensverluste noch in diesem Jahr zu realisieren, z. B. durch eine Übertragung von Darlehensforderung an einen Dritten bzw. Ausbuchung wertloser Anteile.

Sollten Sie Fragen zu diesem Thema haben, sprechen Sie uns bitte an. Gerne beraten wir Sie ganz individuell über Ihre Handlungsoptionen.